wurde in Russland geboren. Mit 14 Jahren wanderte er nach Palästina aus. Als 24-jähriger ging er nach Frankreich, wo er Maschinenbau- und Elektrotechnik studierte, in angewandter Physik promovierte und mit Frederic Joliot und Irene Joliot-Curie intensiv arbeitete. Wegen seines Könnens in asiatischen Kampfsportarten, hat er als erster Europäer den Schwarzgurt bekommen und in Paris den ersten Jiu-Jitsu-Verein gegründet. 1940 musste er aufgrund der Judenverfolgung nach England auswandern.

Eine eigene Knieverletzung, die sich nicht besserte, brachte ihn dazu, sich selbst intensiv zu beobachten und sein Gespür für Bewegungen zu verfeinern. Er brachte sich so eine Art des Gehens bei, die ihn von seinen Schmerzen befreite.

Dies führte ihn zur weiteren Erforschung der Zusammenhänge und den Wechselwirkungen zwischen Bewegung (Handlung), Denken, Sinnesempfindung und Emotionen. 1949 kehrte Feldenkrais nach Israel zurück, wo er zunächst die Elektronikabteilung des Verteidigungsministeriums leitete.

Doch ab 1952 widmete er sich ausschließlich der Praxis, Lehre und Verfeinerung seiner eigenen Arbeit. Er unterrichtete an der Universität von Tel Aviv, hielt Vorträge in Europa und den USA, und schrieb Bücher. 1968 gründete er ein Ausbildungs-Zentrum, zunächst für seine israelischen Assistenten. 1975–1977 leitete er eine Ausbildung in San Francisco und ab 1980 eine Gruppe von 250 Studenten in Amherst (Massachusetts). 1984 starb er in Tel Aviv.

Moshe Feldenkrais war seiner Zeit weit voraus. Durch die heutige Hirnforschung werden seine Erkenntnisse und sein Wissen mittels hoch entwickelter Technologie bewiesen: Die Plastizität des menschlichen Gehirns ist unerschöpflich – die Voraussetzung für lebenslanges Lernen!